AOK intensiviert Überprüfungen

Die AOK intensiviert in den letzten Monaten immer weiter die Überprüfung von Abrechnungen, welche durch Physiotherapeuten in den letzten Jahren vorgenommen wurden. Dabei gehen die  überwiegenden Tätigkeiten von der AOK Bayern aus.

Therapeuten werden vermehrt mit „Anhörungsschreiben“ angeschrieben, in denen ihnen vorgeworfen wird gegen den Rahmenvertrag verstoßen zu haben. Nicht selten sehen sich Therapeuten mit einer Vielzahl von Vorwürfen konfrontiert. Der häufigste Vorwurf dabei ist, dass Zertifikatsleistungen von Physiotherapeuten abgegeben wurden, die über das entsprechende Zertifikat eben nicht verfügen. Zertifikatsleistungen dürfen nämlich nur von den Therapeuten abgegeben werden, welcher selbst und persönlich den Zertifikatskurs erfolgreich absolviert hat. Nur in seltenen Ausnahmefällen kann von dieser Regel abgewichen werden. Diese Ausnahmefälle liegen aber meist nicht vor.

Die AOK hat um an wesentliche Daten zukommen maßgeblich ihre Mitglieder befragt. Diese geben in den meisten Fällen gerne darüber Rückmeldung, wieso zufrieden Sie mit der Behandlung bei einem Therapeutenwahl. Sofern dieser Therapeut jedoch die entsprechende Behandlung nicht abgeben darf, droht für den Praxisinhaber Unheil.

Häufig geht es auch um das falsche Ausfüllen von Rezepten, wobei es sich meistens um das Ausfüllen mit dem falschen Leistungstag handelt.

Sofern ein Praxisinhaber sich falsch verhalten hat, drohen empfindliche (Geld-) Strafen bis hin zum Entzug der Zulassung und einem Strafverfahren.

Praxisinhaber, welche entsprechende Post erhalten, sollten sich dringend rechtlichen Beistand holen. Dabei sollte ihnen bewusst sein, dass ein Tätigwerden eines entsprechend guten Rechtsanwalts viel Ärger ersparen kann und den Schaden in Grenzen hält. Man sollte dringend darauf achten, dass der Anwalt derartige Verfahren schon mehrfach durchgeführt hat und sich deshalb auf dem Gebiet auskennt.