Krankenkassen tragen das Risiko, sofern ein Patient die Zuzahlung nicht leistet

Viele Therapeuten wissen nicht, dass die Krankenkassen das Risiko tragen, wenn ein Patient die Zuzahlung nicht leistet. In § 43b Abs. 1 SGB V ist die Regelung zu finden, dass Leistungserbringer Zahlungen, die Versicherte zu entrichten haben, einzuziehen und mit ihrem Vergütungsanspruch gegenüber der Krankenkasse zu verrechnen haben. Zahlt der Versicherte trotz einer gesonderten schriftlichen Aufforderung durch den Leistungserbringer nicht, hat die Krankenkasse die Zahlung einzuziehen. 

Sofern ein Patient trotz mündlicher Aufforderung die Zuzahlung schuldig bleibt, sollte der Leistungserbringer nochmals die Zahlung schriftlich beim Patienten anfordern (beispielsweise per Brief nach der Behandlung übergeben). Wenn dann wiederum keine Zahlung erfolgt, ist auf der Verordnung zu vermerken, dass keine Zuzahlung geflossen ist. Das Datum der ersten Zahlungsaufforderung und des das Datum der gesonderten schriftlichen Aufforderung muss notiert werden. Danach sind alle Voraussetzungen erfüllt, dass die Krankenkasse den vollständigen Wert der Verordnung inklusive der Selbstbeteiligung des Patienten an den Leistungserbringer zahlen muss.