Mehr Strafverfahren gegen Physiotherapeuten

Die Anzahl der Strafverfahren gegen Physiotherapeuten nimmt zu. In vielen Situationen, in denen Krankenkassen vor Jahren nichts unternommen haben, werden inzwischen häufig Ermittlungsverfahren auf den Weg gebracht, welche dann in einem Strafverfahren enden. Dabei ist der häufigste Fall, in dem es zu einem Strafverfahren kommt, die Abrechnung von Leistungen, welche durch einen nicht qualifizierten Therapeuten durchgeführt wurden und die vermeintliche Fälschung von Unterschriften zur Bestätigung der Behandlung.

Die Staatsanwaltschaften selber geben sich leider selten Mühe in diesen Verfahren und ermitteln häufig ungenau, sodass den Therapeuten dann Dinge zur Last gelegt werden, welche nicht unrechtmäßig waren. Schließlich kennen sich die wenigsten Staatsanwälte mit den Rahmenverträgen zwischen Physiotherapeuten und den gesetzlichen Krankenkassen aus.

Auch nutzt die Staatsanwaltschaft häufig das Mittel eines Strafbefehls, in dem einem Therapeuten angeboten wird die Angelegenheit ohne eine Strafverhandlung abzuschließen, sofern eine bestimmte Summe als Strafe gezahlt wird. In einem solchen Fall sollte man nicht vorschnell einen solchen Strafbefehl akzeptieren, weil sich danach die Kassen melden werden und die vermeintlich eingeräumten Verfehlungen in Form von Vertragsstrafen oder Rückforderungen ebenfalls sanktionieren wollen.

Hier sollte man sich dringend und ausschließlich von einem Rechtsanwalt vertreten lassen, der sich auf dieser speziellen Materie der Vertretung von Physiotherapeuten besten auskennt und Erfahrung auf diesem Gebiet hat.