Abmahnung von Osteopathie nimmt wieder zu

Vor ein bis zwei Jahren hatten sich vor allem Abmahnvereine zur Aufgabe gemacht Osteopathen abzumahnen, wenn diese die Osteopathie abgegeben haben ohne Arzt oder Heilpraktiker zu sein. Dabei spielte es für die Abmahner keine Rolle, ob der Therapeut über eine ärztliche Verordnung verfügte. Diese Abmahnungen haben in letzter Zeit wieder zugenommen und dürfen nach einer aktuellen Entscheidung des OLG Düsseldorf wohl auch wieder zunehmen.

Ein Verein, welcher unter anderem für solche Abmahnungen verantwortlich war, ist der AGW e.V. mit Sitz in Düsseldorf. Es handelt sich dabei um die sogenannte Arbeitsgemeinschaft Wettbewerb und somit um einen Verein, welcher den fairen Wettbewerb fördern will.  

Bei den Abmahnungen selber ist meist nicht die Gebühr das Problem, sondern die Unterlassungserklärung, welche den Therapeuten zu weit einschränkt und ihm viele Möglichkeiten für die Zukunft verbaut.

Physiotherapeuten und Osteopathen, die eine Abmahnung erhalten, sollten dies nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil dies zu hohen Kosten führen kann.

Wenn Sie  wegen der Werbung mit Osteopathie abgemahnt wurden, sollten Sie sich dringend fachkundige, rechtsanwaltliche Hilfe suchen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass sich der Rechtsanwalt im Medizinrecht und Wettbewerbsrecht auskennt. Es ist insbesondere wichtig, dass dieser stets auf dem aktuellen Rechtsstand ist und praktische Erfahrung hat.