Physiotherapeutische Behandlung von Flüchtlingen und Asylbewerbern

Einige Physiotherapeuten werden sich fragen, wie mit Verordnungen für Heilmittel für Flüchtlinge und Asylbewerber umzugehen ist.

Flüchtlinge und Asylbewerber sind nicht automatisch krankenversichert, können aber aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetzes dennoch eine  Verordnung über Physiotherapie ausgestellt bekommen.

Folgendes muss bei der Behandlung dieser Patientengruppen beachten werden:


Auf den Verordnungen ist als Kostenträger das Sozialamt oder AsylblG eingetragen. Abzurechnen sind die Verordnungen grundsätzlich mit dem zuständigen Sozialamt zu den derzeit gültigen AOK-Sätzen. Diese Verordnungen zu Lasten der Sozialämter sind zuzahlungsfrei,  müssen aber vor Behandlungsbeginn genehmigt werden.  In NRW, Bremen und Hamburg steht Asylbewerben über die Gesundheitskarte die Regelversorgung der GKV offen. Diese Verordnungen werden direkt über die AOK abgerechnet.

Physiotherapeuten sollten sich somit vor der Behandlung dringend und eingehend mit den regional unterschiedlichen Regelungen auseinandersetzen, damit auch sichergestellt werden kann, dass die Vergütung später auch erfolgt. Dabei können sich Therapeuten darauf einstellen, dass diese Vergütung aufgrund der derzeitigen Auslastung der Behörden erst mit einem Nachlauf gezahlt wird.