AOK Nordost geht aktuell gegen Therapeuten vor

Die AOK Nordost hat nunmehr wohl eine großangelegte Aktion gestartet, in der sie Verordnungen kontrolliert, in denen anstelle der Behandlungen mehrerer Patienten in einer sozialen Gemeinschaft (X9934) normale Hausgesuche abgerechnet wurden. In diesem Zusammenhang stellt sie dar, dass zu viel berechnet wurde und nunmehr Verrechnungen vorgenommen werden. Meist handelt es sich um ein schlichtes Büroversehen des Therapeuten, der übersehen hat, dass der geringere Satz zu berechnen ist.

Physiotherapeuten sollten sich dringend anwaltlich beraten lassen und das Schreiben (auch wenn es nicht immer um hohe Rückforderungen geht) nicht auf die leichte Schulter nehmen, da es sich um einen deutlichen Rahmenvertragsverstoß handeln und Sanktionsmaßnahmen nach dem Rahmenvertrag drohen können.

Deshalb sollte man jedenfalls eine ordnungsgemäße Stellungnahme folgen lassen, in der dargestellt wird, wieso zu viel berechnet wurde und die dafür sorgen sollte, dass es nicht zu unangenehmen Strafen neben der Absetzung kommt.

Da es sich häufig um Absetzungen aus den Jahren 2012 handelt und dann wohl auch weiter falsch abgerechnet wurde (aber noch nicht abgesetzt wurde) muss eine Regelung auch für zukünftige Absetzungen getroffen werden.

Dazu können Sie sich - wie sonst auch bei derartigen Themen - gerne an mich wenden.