Osteopathie: Abmahnwelle bleibt bisher aus!

Seit der Verkündung des Urteils des OLG Düsseldorf vom 8.9.2015 (Az. I-20 U 236/13) rufen mich täglich noch immer viele Osteopathen nahezu panisch an, um von mir erklärt zu bekommen, wie es mit der Osteopathie an sich weiter gehen soll und wie sich Osteopathen, die nicht über eine Heilpraktikererlaubnis verfügen, nunmehr verhalten sollen.

Dabei kann ich insbesondere auf meine bisherigen Artikel verweisen, die Sie auch hier auf meiner Website finden. Ebenso im Blog finden Sie vieles zum Thema.


Auch, wenn es in Einzelfällen zu Abmahnungen gekommen ist, so hat sich im Allgemeinen die Anzahl der Abmahnungen seit Verkündigung des Düsseldorfer Urteils nicht erhöht.


Die von manchen Therapeuten befürchtete Abmahnwelle ist demnach bisher ausgeblieben. Da Wettbewerbsvereine oder Abmahnvereine jedoch nach einem Urteil meist sehr schnell reagieren und nunmehr über ein Monat ins Land gezogen ist, kann schon fast davon ausgegangen werden, dass auch das aktuelle Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf nicht mehr Probleme schafft, als bisher ergangene Urteile, die bereits mehrere Jahre zurückliegen.


Nochmal sei an dieser Stelle gesagt, dass sich an der Rechtslage durch das aktuelle Urteil nichts geändert hat. Es gibt halt ein Urteil mehr, welches sich in eine Reihe weiterer Urteile einreiht. Osteopathen müssen demnach selbst im Rahmen einer Risikoabwägung entscheiden, ob sie weiterhin ohne HP-Erlaubnis tätig sind.


Sollten Sie dennoch abgemahnt worden sein, können Sie sich gerne an mich wenden.