Osteopathie für Physiotherapeuten in Bayern erlaubt?

In den letzten Wochen ist es im Anschluss an die Aufregung über das Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf zur Osteopathie wieder relativ ruhig um die Osteopathie an sich geworden. Zu einer Abmahnwelle ist es nicht gekommen, wobei durchaus deutschlandweit mehrere Abmahnungen ausgesprochen wurden. Wegen des Urteils wurde die allgemeine Anzahl der Abmahnungen von Osteopathen, welche nicht über eine Heilpraktikererlaubnis verfügen, jedoch nicht deutlich erhöht. Ab und an kommt es seit Jahren zu derartigen Abmahnungen, wobei es in der Physiotherapie regelmäßig viel mehr Abmahnungen aufgrund anderer Umstände gibt. Dies wird oft vernachlässigt.


Nunmehr liegt mir eine Stellungnahme eines bayerischen Gesundheitsamtes vor, welches gar ein Rundschreiben an Massagepraxen und Physiotherapiepraxen gesandt hat, um auf seine eigene rechtliche Ansicht hinzuweisen.


Das Landratsamt Neustadt a. d. Waldnaab teilt Therapeuten mit, dass es keine Probleme sieht, wenn Physiotherapeuten osteopathische Techniken auf ärztliche Verordnung hin durchführen, sofern diese Techniken mit Techniken der Physiotherapie identisch sind.

Weiterhin teilte es mit, dass sogar die eigenverantwortliche Durchführung der parietalen Osteopathie für den sektoralen Heilpraktiker für Physiotherapie gestattet sei.


Entsprechendes Schreiben finden Sie im Anhang.