VPT stellt Vorhaben zur Blankoverordnung dem Gesundheitsministerium NRW vor

Diese Woche stellte eine Delegation des Verbandes Physikalische Therapie (VPT) e.V. dem Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen das derzeit seitens des Verbandes politisch beworbene Projekt der Blankoverordnung vor. Die Blankoverordnung soll dazu führen, dass Physiotherapeuten mehr Entscheidungsfreiheit bei der konkreten Therapie erhalten und der Arzt nicht außen vor bleibt, umgeben Kontraindikationen und die Zweckmäßigkeit der Physiotherapie im konkreten Fall zu untersuchen.

Das Gesundheitsministerium NRW zeigte großes Interesse an dem Vorschlag des Verbandes, weil dieser ein stufenweises Herantasten an den Direktzugang im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung darstellen würde, welcher politisch mehr Fürsprecher haben könnte, als der unmittelbare Direktzugang, gegen den viele Bedenken haben.

Derzeit kommt ein Modellvorhaben in Brandenburg zum Ende, welches die Blankoverordnung untersuchen sollte. Endgültige Ergebnisse werden dazu bald vorliegen.

Da ein direkter Zugang im Rahmen der gesetzlichen Krankenkassen derzeit rechtlich nicht denkbar ist, erscheint somit der Weg über die Blankoverordnung ein notwendiger wie auch sinnvoller Zwischenschritt, welcher früher oder später dazu führen kann, dass Physiotherapeuten in Deutschland vollständig autonom arbeiten und dies später auch mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen können. Bis dato verbleibt nur die Möglichkeit im Rahmen einer beschränkten oder vollständigen Heilpraktikererlaubnis im Bereich der Selbstzahler und Privatkassen tätig zu werden oder an Modellvorhaben teilzunehmen.