Dokumentation ist Teil der physiotherapeutischen Leistung

Erschreckend oft werde ich von Arbeitnehmern gefragt, ob die Dokumentation der physiotherapeutischen Behandlung tatsächlich durchgeführt werden muss und ob diese dann in der Therapiezeit zu erfolgen hat. Die nächste Frage, welche sich regelmäßig anschließt, ist, ob man diese Dokumentation auch in der Arbeitszeit erstellen kann oder ob man dafür unbezahlte freiwillige Leistung in der Freizeit erbringen muss. Vor allem die letzte Frage ist doch erschreckend.

 

Selbstverständlich muss nach den Regeln des Patientenrechtegesetzes dokumentiert werden. Die Rahmenverträge sehen ebenso eine Dokumentation vor. Die Dokumentation ist Teil der Leistungen und gehört zu den Nebenpflichten eines ordnungsgemäß behandelnden Therapeuten. Daher kann die Dokumentation selbstverständlich auch während der Therapie oder während der Therapiezeit vorgenommen werden. Arbeitnehmer dürfen in diesem Zusammenhang die Dokumentation auch während der Arbeitszeit durchführen und müssen dies nicht im Anschluss unentgeltlich vornehmen. Sollte der Arbeitgeber nicht wollen, dass der Arbeitnehmer die Dokumentation nicht während der Therapiezeit vornimmt, muss er eine Überstundenregelung mit dem Arbeitnehmer vereinbaren.