Verordnung von Heilmitteln nur noch mit zertifizierter Software

 

Für Heilmittelerbringer ist es inzwischen eine Zumutung Rezepte auf ihre Korrektheit zu überprüfen. Stunden über Stunden verbringen sie mit der Prüfung von Verordnungen, um sicherzustellen, dass diese auch zur Abrechnung an die gesetzlichen Krankenkassen weitergeleitet werden dürfen. Nur so ist sichergestellt, dass der Therapeut auch seine Leistung erstattet bekommt.

Vielen Ärzten ist es eben so ein Dorn im Auge, dass sich Heilmittelerbringer immer wieder an Sie wenden, um Änderungen vornehmen zu lassen. Dabei wäre es doch so einfach von Anfang an eine ordnungsgemäße Verordnung zu erstellen. Die Prüfpflicht hierfür liegt jedoch beim Heilmittelerbringer, weshalb so mancher Arzt sich nicht berufen fühlt viel Zeit in korrekte Heilmittelverordnungen zu investieren.

Vor allem an diesem Punkt hat die Arbeit der physiotherapeutischen Berufsverbände in den letzten Jahren immer wieder angesetzt. Ein großer Erfolg konnte vor kurzem insoweit erreicht werden, dass Vertragsärzte ab dem 1. Januar 2017 dann nur noch eine zertifizierte Software für die Verordnung von Heilmitteln einsetzen dürfen. Damit sollte es zu wesentlich weniger Korrekturen von Verordnungen kommen müssen, weil vor allem viele Ausfüllungsfehler mit Nutzung der Software ausgeschlossen sein sollten. Es ist nunmehr die Frage, wie gut diese Software sein wird und wie viele Fehler tatsächlich noch vorhanden sind. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich eine deutliche Erleichterung bei der Rezeptprüfung für Heilmittelerbringer ab dem kommenden Jahr ergeben wird.

Den neuen Regelungen ist ein jahrelanger Kampf vorangegangen, wobei klar war, dass die Verantwortung für die fehlerhafte Verordnung nicht auf den Arzt übertragen werden kann und eine andere Regelung geschaffen werden mussten. Genau dies wurde verwirklicht.

Es bleibt somit zu hoffen, dass Heilmittelerbringer und Physiotherapeuten insbesondere ab dem kommenden Jahr wesentlich weniger Ärger mit falsch ausgefüllten Verordnungen haben werden.