Privatrezepte verfallen nach 14 Tagen

...sagt in einem uns vorliegenden Fall zumindest die HUK Coburg. Tatsächlich haben wir nunmehr einen Fall vorliegen, in dem die HUK Coburg einem Versicherten mitteilt, dass eine physiotherapeutische Verordnung binnen 14 Tagen begonnen werden muss. Sollte diese Frist überschritten werden, käme eine Kostenerstattung nicht in Betracht. Eindringlich wollen wir darauf hinweisen, dass im Rahmen der privaten Krankenversicherungen eine solche Regelung bzw. Erstattungspraxis nur zulässig ist, sofern dies tatsächlich im Versicherungsvertrag festgelegt ist. Sollte derartiges im Versicherungsvertrag nicht ausdrücklich festgelegt sein, ist die Erstattungsverweigerung selbstverständlich unzulässig und eine Erstattung muss zwingend stattfinden. Es wäre ja noch schöner, wenn auf dem privaten Bereich nunmehr diesbezüglich die gleichen Regeln anzuwenden wären, wie bei den gesetzlichen Krankenversicherung. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass eine Erstattungspflicht seitens des Patienten selbst gegenüber dem Therapeuten besteht, wenn der Versicherungsvertrag derartige Einschränkungen vorsieht. Demnach müssen Physiotherapeuten sicherlich nicht eine Privatverordnung binnen 14 Tagen beginnen. Vielmehr besteht eine Zahlungspflicht für den Patienten auch, wenn die Leistungen erst später abgegeben werden bzw. das Rezept später begonnen wird. Es ist dann Aufgabe des Patienten sich mit der eigenen privaten Krankenversicherung auseinanderzusetzen. Sollte diese tatsächlich, wie im oben beschriebenen Fall, meinen, dass eine Erstattungspflicht nicht besteht, sollte der Patient dringend in seinem Versicherungsvertrag nachsehen, ob dies auch derart dort geregelt ist. Wenn dem nicht so ist muss die Versicherung zahlen.