Knappschaft entzieht nachträglich Abrechnungsbefugnis für die Manuelle Therapie

In den letzten Tagen sind uns mehrere Fälle bekannt geworden, in denen sich die Knappschaft an Praxen gewandt hat. Es handelte sich um Fälle, in denen Masseure und medizinische Bademeister die Weiterbildung zur manuellen Therapie absolviert und im Anschluss die Abrechnungsbefugnis zur manuellen Therapie erhalten haben. Die Knappschaft beruft sich nunmehr auf die Gerichtsurteile des Bundessozialgerichts vom 16.03.2017 und beabsichtigt mehreren Praxen die Zulassungserweiterung zu entziehen, sofern die Weiterbildung zur manuellen Therapie nach dem 31.12.2015 erworben wurde.

 

 

Entsprechendes Verhalten zeigte bisweilen einzig die Knappschaft. Diese stellte sich auch in der Vergangenheit schon in Fällen quer, als Masseure und medizinische Bademeister die Weiterbildung zur manuellen Therapie absolviert und danach die Nachqualifikation zum Physiotherapeuten absolviert hatten. Hier liegt noch kein Urteil des Bundessozialgerichtes vor. Dieses teilte vielmehr in einem Verfahren, welches auch am 16.03.2017 entschieden werden sollte, mit, dass es von einem Anspruch auf die Abrechnungsbefugnis ausgeht, wenn die genannte Konstellation vorliegt.

 

Dementsprechend sollten sich Masseure und medizinische Bademeister, welche nach dem Abschluss der Weiterbildung in manueller Therapie die Nachqualifikation zum Physiotherapeuten absolviert haben, dringend wehren und sich gegen die Knappschaft zur Wehr setzen.

 

Masseure und medizinische Bademeister, die nicht Nachqualifikation zum Physiotherapeuten absolviert haben, sollten ebenso die Möglichkeiten ausloten, wie man sich zur Wehr setzen kann.

 

Sofern weitere Rückfragen bestehen, stehen wir gerne zur Verfügung.